Außergewöhnliche und verrückte Hotels

Ein Zimmer am Ende eines langen Flurs im 10. Stock, mit Doppelbett und Badewanne: Praktisch, wenn man auf einer Geschäftsreise ist, aber im Urlaub langweilig. Dabei gibt es Alternativen für alle die ein besonderes Erlebnis haben wollen, und auch in Deutschland.

Zurück in die Kindheit gehen Besucher des Baumhaushotels in Kriebstein. Hier wird hoch oben in den Baumkronen übernachtet. Anders als die meist etwas wackeligen Konstruktionen in den Jugendjahren ist hier aber Qualität verbaut und mit einigen Annehmlichkeiten kombiniert. Ein absolut uriges Erlebnis. In der Lüneburger Heide gibt es ein Heuhotel: Hier wird das Bett aus echtem Heu gemacht, in einer kleinen Hütte die geradewegs aus einem Märchen zu kommen scheint. Wem die Frische noch nicht reicht kann auch Gesundheitsangebote am zugehörigen Campingplatz in Anspruch nehmen.

Etwas kühler wird es im Arctic Treehouse Hotel. Gelegen im finnischen Rovaniemi direkt am Polarkreis haben die Waldhütten nicht nur eine eigene Sauna, sondern auch ein Panoramafenster, aus dem heraus mal die Polarlichter bestaunen kann. Einen warmen Tee kann man sich in der kleinen Küche kochen.

Das Ice-Hotel in Schweden liegt 200 Kilometer nördlich des Polarkreises in Jukkasjärvi. Hier sind die Zimmer aus große Eisblöcken gehauen, und selbst das Bett ist aus Eis. Man benutzt ein Rentierfell als Matratze, bekommt aber auch einen Schlafsack, der warm hält. Und natürlich gibt es auch eine Icebar, die übrigens Vorbild für viele Eisbars in großen Städten der Welt ist.

Im japanischen Garten in Kaiserslautern hat das Alcatraz-Hotel geöffnet. Es ist gestaltet wie ein Gefängnis und lehnt sich an die berühmte ausbruchssichere Verwahranstalt in den USA an. Das Gebäude war in der Tat einmal ein echtes Gefängnis, hat aber jetzt 56 Zimmer die auf jeden Fall mehr Luxus bieten als die Zellen der Insassen. Es gibt normale Zimmer, wer es authentisch will bucht aber die Zellen in Originalgröße und mit vergitterten Fenstern sowie Stahltür.

In Paris kann man eine Reise in die Vergangenheit machen und auf einem alten Lastkahn übernachten. Mit diesem schippert man die Seine entlang. Und wer es noch außergewöhnlicher haben will, der bucht sich in ein Hotel nahe Sacré-Cœur ein, wo man als Bett einen umgebauten Citroen 2CV hat – die klassische Ente.

In Ubud, einer Stadt auf der indonesischen Insel die für ihre vielen Meditations- und Yoga-Zentren bekannt ist, gibt es ein Dschungelhotel, in dem man abgeschieden von der Umwelt sein inneres Ich finden kann.